Tassen bedrucken lassen: die drei Entscheidungen vor der Anfrage
Tassen bedrucken lassen ist für Cafés, Konditoreien, Bäckereien und Händler mit Eigenmarke einer der sichtbarsten Marketinginvestitionen überhaupt – und technisch weniger kompliziert, als die Verfahrensvielfalt vermuten lässt. Sie müssen vor der Anfrage nur drei Dinge klären: welches Druckverfahren zu Motiv und Stückzahl passt, wie beständig der Druck im Spülbetrieb sein muss und welche Druckdaten die Vorstufe braucht. Alles Weitere – Werkzeug, Produktion, QC, Fracht und Zoll – lässt sich in einem durchgängigen Ablauf abwickeln, den Sie in unserer Prozessübersicht nachlesen können.
Siebdruck, Transferdruck und Digitaldruck im Vergleich
Siebdruck
- Wann sinnvoll: hohe Stückzahlen, wenige Farben, kräftige Vollflächen und klar abgegrenzte Logos.
- Wie es arbeitet: Die Farbe wird durch ein Sieb mit freigestellter Schablone gepresst; jede Farbe benötigt ein eigenes Sieb.
- Stärke: Die Farbschicht liegt kompakt auf und ist bei passender Einbrennung mechanisch robust.
- Grenze: Fotorealistische Verläufe und viele Farben bedeuten zusätzliche Druckschritte und zusätzliche Werkzeugkosten.
Transferdruck
- Wann sinnvoll: mehrfarbige, fein detaillierte Motive bei mittleren Stückzahlen.
- Wie es arbeitet: Das Motiv wird zuerst auf ein Trägermedium gedruckt und anschließend unter Hitze auf den Artikel übertragen.
- Stärke: Feine Linien, Schattierungen und Mehrfarbigkeit lassen sich in einem Arbeitsschritt abbilden.
- Grenze: Die Haftung hängt stärker von Oberfläche und Prozessführung ab – die Beständigkeit gehört deshalb vor Serienstart geprüft.
Digitaldruck
- Wann sinnvoll: kleine Auflagen, wechselnde Motive, Aktionsware und Testserien.
- Wie es arbeitet: Das Motiv wird direkt digital auf das Werkstück aufgebracht, ohne Sieb oder Klischee.
- Stärke: Keine Werkzeugkosten, kurze Rüstzeiten, schnelle Motivänderungen.
- Grenze: Die Stückkosten sinken mit steigender Auflage langsamer als bei den klassischen Verfahren.
Mindestmengen und Kalkulation
Mindestmengen
Bedruckte Artikel werden in der Produktion in Chargen gefahren. Im Glas- und Becherbereich liegt die Arbeitsmenge häufig bei ca. 1.200 Stück, produktabhängig – die konkrete Mindestmenge ergibt sich aus Artikel, Verfahren und Farbanzahl und wird pro Projekt festgelegt.
Werkzeug- und Einrichtungkosten
Bei Sieb- und Transferverfahren fallen einmalige Kosten für Siebe, Klischees oder Übertragungsmedien an. Diese Kosten sind auflagenunabhängig – verteilt auf eine größere Stückzahl sinkt damit der Anteil pro Stück. Bei mehrfarbigen Logos lohnt es sich, die Farbanzahl bewusst zu reduzieren.
All-in-Kalkulation
DEFELLAS arbeitet ohne Beratungskosten und ohne versteckte Aufschläge. Der Preis, den Sie erhalten, enthält Kalkulation, Produktion, Fracht, Zoll und Lieferung; DDP ist verfügbar. Details dazu finden Sie unter Preise & Konditionen.
Spülmaschinenbeständigkeit richtig prüfen
Worauf die Beständigkeit beruht
- Farbsystem und Einbrennung: Sie entscheiden, wie fest der Druck auf der Oberfläche sitzt.
- Oberfläche des Artikels: Glas, Porzellan, Steingut und Kunststoff verhalten sich unterschiedlich.
- Belastungszonen: Rand, Henkel und Trinklippe werden im Spülbetrieb und im Alltag am stärksten beansprucht.
- Prüfzyklus: Ein Muster gehört über mehrere Spülgänge, nicht nur über einen.
Vor einer verbindlichen Bestellung erhalten Sie bei DEFELLAS ein kostenloses Muster. Damit lässt sich der Druck im realen Betrieb testen, bevor die Serie anläuft.
Rechtlicher Rahmen für bedruckte Trinkgefäße
Bedruckte Tassen und Becher sind Lebensmittelkontaktmaterialien und fallen damit unter die Verordnung (EG) Nr. 2004/1935 [1]. Für Druckfarben und die daraus entstehenden, nicht absichtlich zugesetzten Stoffe (NIAS) gilt der Bewertungsrahmen des BfR-Leitfadens [2]. Bei keramischem Geschirr aus China bestehen zudem Antidumpingmaßnahmen der EU [3], die in die Kalkulation einfließen und in der Anfrage berücksichtigt werden.
Datenanforderungen für die Druckvorstufe
Dateiformate und Qualität
- Vektor bevorzugt: AI, EPS oder PDF mit eingebetteten Schriften – beliebig skalierbar.
- Rasterbilder: nur wenn nötig, dann in 1:1-Größe und ausreichend aufgelöst.
- Reinzeichnung: Freisteller, Schriftzüge und Logos als getrennte, klar benannte Ebenen.
Farben und Platzierung
- Farbangaben: CMYK-Werte oder eine Sonderfarbreferenz, besonders beim Siebdruck.
- Druckbereich: Bei konischen Bechern muss die gekrümmte Fläche als flach ausgerollte Vorlage angelegt werden.
- Sicherheitsabstand: Rundungen, Henkel und Nahtstellen aus dem Motiv aussparen.
So gehen Sie vor
- Einsatz klären: Spülmaschine, Heißgetränk, Take-away – daraus ergeben sich Verfahren und Farbe.
- Motiv und Daten aufbereiten: Vektordaten, Farbangaben, Sicherheitsabstände definieren.
- Stückzahl schätzen: Mindestmenge und Werkzeugkosten gegen die geplante Auflage rechnen.
- Muster anfordern: kostenloses Muster vor verbindlicher Bestellung, inklusive Spülversuch.
- Serienprüfung vereinbaren: QC-Kriterien für Farbdichte, Position und Oberfläche festhalten.
- Logistik regeln: Fracht, Zoll und DDP-Koordination sind Teil des Gesamtpakets.
Für Cafés, Konditoreien und Bäckereien mit Eigenmarke lohnt sich zusätzlich ein Blick auf unsere Lösungen für die Gastronomie, weil dort Trinkgefäße und Veredelung häufig gemeinsam beschafft werden. Wenn Sie Ihr Motiv und Ihre Zielstückzahl kennen, sprechen Sie uns direkt an: Kontaktseite.


