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Zoll und Import: Was europäische Unternehmen wissen müssen

Von Dr. Herwig Schiffer

Wie der Import aus China nach Europa funktioniert: HS-Code, EORI, EUSt und Incoterms im Überblick – ohne überflüssigen Papierkram.

Verpackte Laufräder in Kartons, bereit für den Versand aus der Produktion

Zoll ist mehr als nur eine Gebühr

Der Import aus China in die Europäische Union ist kein Selbstläufer: Neben der Fracht selbst gilt es, Zolltarif, Kennungen und steuerliche Abgaben korrekt abzuwickeln. Für Ihr Unternehmen heißt das konkret: Sie brauchen die richtige Zolltarifnummer, eine gültige EORI-Nummer, und Sie müssen die Einfuhrumsatzsteuer sowie die jeweilige Incoterms-Regelung kennen. Die folgenden Ausführungen sind eine allgemeine Orientierung und ersetzen keine verbindliche Auskunft durch die Zollbehörden oder eine steuerliche Beratung im Einzelfall. Wer diese Punkte von Anfang an klärt, vermeidet Überraschungen bei Zoll, Kosten und Lieferzeit.

Die wichtigsten Begriffe im Überblick

  • HS-Code / Zolltarifnummer: Der Zolltarif der EU (TARIC) ordnet jedem Produkt eine Kennziffer zu, aus der sich Zollsatz und mögliche Handelsmaßnahmen ergeben. Eine falsche Einreihung kann zu Nachzahlungen oder Verzögerungen führen. [1]
  • EORI-Nummer: Diese EU-weite Kennung identifiziert Ihr Unternehmen als Wirtschaftsbeteiligten und wird bei Zollanmeldungen benötigt. Sie wird im Mitgliedstaat Ihres Sitzes beantragt. [2]
  • Einfuhrumsatzsteuer (EUSt): Zusätzlich zum Zoll wird bei der Einfuhr die EUSt erhoben; sie kann als Vorsteuer berücksichtigt werden. Satz und Verfahren unterscheiden sich je nach Mitgliedstaat.

Incoterms: Wer trägt Kosten und Risiko?

Die Incoterms-Regeln der ICC definieren international einheitlich, wie Kosten, Risiko und Pflichten zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt sind. [3] Aus Sicht eines Importeurs sind vor allem diese relevant:

  • EXW (Ex Works): Sie übernehmen die Ware direkt ab Werk – der größte eigene Aufwand bei Transport und Zoll.
  • FOB (Free on Board): Der Lieferant bringt die Ware bis an Bord des Schiffs; ab dort liegt das Risiko bei Ihnen. Häufig bei Seefracht aus China.
  • DDP (Delivered Duty Paid): Der Verkäufer liefert verzollt und versteuert bis zu Ihrer Tür – der zollseitige Aufwand liegt überwiegend beim Verkäufer.

So planen Sie Ihren Import richtig

  • Tarifnummer früh klären: Lassen Sie die Einreihung im TARIC prüfen, bevor Sie kalkulieren – Zollsatz und Zulassungsbedingungen können sich erheblich unterscheiden. [1]
  • EORI-Nummer beantragen: Ohne diese Kennung ist eine Zollanmeldung nicht möglich. Die Beantragung dauert je nach Land unterschiedlich lange – planen Sie Zeit ein. [2]
  • EUSt einplanen: Kalkulieren Sie die Einfuhrumsatzsteuer in Ihre Preise ein und klären Sie den Vorsteuerabzug mit Ihrem Steuerberater.
  • Incoterms vertraglich festhalten: Die gewählte Regelung sollte schriftlich im Kaufvertrag stehen, damit beide Seiten wissen, wer wofür verantwortlich ist. Gerade bei DDP empfiehlt sich, schriftlich festzulegen, welche Abgaben im vereinbarten Preis enthalten sind. [3]

Warum die Lieferkette vom Ursprung an stimmen muss

Zoll und Abgaben sind erst der letzte Schritt. Damit die Ware überhaupt reibungslos ankommt, muss schon die Produktion sauber dokumentiert sein – von der Spezifikation bis zur Verpackung. Wie Sie dabei vorgehen, zeigen wir Schritt für Schritt auf der Prozess-Seite; was eine Produktion und Abwicklung bei Defellas kostet, erläutern wir unter Preise.

Defellas Service

Wir übernehmen für Sie die Abwicklung aus einer Hand – inklusive Zoll und Transport, standardmäßig auf DDP-Basis. Sie erhalten die Ware wie von einem lokalen Lieferanten und müssen sich nicht selbst um Zollanmeldung und Papierkram kümmern. Möchten Sie einen Import konkret planen, erreichen Sie uns über die Projektanfrage.

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Beschreiben Sie uns Ihr Produkt und Ihre Zielmenge – wir melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einer ersten Einschätzung.

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Quellen

  1. EU Customs Tariff (TARIC) – Europäische Kommission (abgerufen am 27.08.2026)
  2. EORI – Economic Operators Registration and Identification (Europäische Kommission) (abgerufen am 27.08.2026)
  3. Incoterms® 2020 Rules (International Chamber of Commerce, ICC) (abgerufen am 27.08.2026)

Zuletzt inhaltlich geprüft: 27. August 2026 · Aktualisiert und um Quellen/ interne Links ergänzt

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