Kaffeebecher to go: der direkte Überblick
Kaffeebecher to go sind ein Mengenartikel: Material, Wandaufbau und Beschichtung entscheiden gleichzeitig über Ausschankqualität, Entsorgungsweg und Stückkosten. Vier Größen gehören vor die Bestellung — Wandaufbau, Beschichtung, Format samt Deckelsystem und Mindestmenge. Dazu kommen die Pflichten aus der Verpackungsverordnung. Wer das vorab klärt, rechnet den Preis pro 1.000 Becher inklusive Fracht sauber und vermeidet Nachbestellungen und Ausschuss.
Material und Beschichtung: PLA, PE und ihre Folgen
Kaffeebecher to go sind Einwegverpackungen im Sinne der PPWR-Verordnung (VO (EU) 2025/40), die unter anderem Anforderungen an die Recyclingfähigkeit von Verpackungen regelt [1]. Der Wandaufbau ist deshalb keine reine Optikfrage.
Einfache Pappbecher
- Günstiger Einstieg: einlagiger Karton mit Beschichtung für Standardkaffee und kurze Verzehrfenster.
- Wärme: Bei heißen Getränken wird die Außenwand ohne zusätzliche Hülse schnell unangenehm heiß.
- Kalkulation: Wer keine doppelwandige Variante wählt, muss die zweite Hülse mitrechnen.
Doppelwandige und geriffelte Becher
- Doppelwandig: zwei Kartonlagen mit Luftspalt — angenehm in der Hand, ohne Zusatzhülse.
- Geriffelt: gewellte Außenwand mit zusätzlicher Isolierung und eigenständiger Optik.
- Frachtvolumen: Beide Varianten belegen deutlich mehr Karton als ein einfacher Becher.
PLA- und PE-Beschichtung
- PE (Polyethylen): klassische Kunststoffbeschichtung mit hoher Dichtheit, im Altpapier aber ein Störstoff.
- PLA (Polymilchsäure): biobasierter Kunststoff, industriell kompostierbar unter definierten Bedingungen, zertifiziert üblicherweise nach EN 13432 — nur mit passender Entsorgungsinfrastruktur.
- Rechtsrahmen: Beschichtungen sind Lebensmittelkontaktmaterialien und fallen unter die Verordnung (EG) Nr. 2004/1935 [2]; die Konformitätserklärung gehört in die Artikelakte.
Format, Deckel und Füllvolumen
Deckelsysteme richtig festlegen
- System statt Millimeterangabe: Der Deckel passt auf den Rand des jeweiligen Bechers, nicht auf eine allgemeine Größe.
- Typ nach Anlass: flacher Deckel mit Trinköffnung für Kaffee, Domdeckel für Getränke mit Schaumkrone.
- Gemeinsame Artikelnummer: Becher und Deckel als Einheit führen — das verhindert Fehlbestellungen.
Füllvolumen inklusive Schaumkrone
- Nennvolumen ist Randvollmenge: Die angegebene Füllmenge bezieht sich auf den Becher bis zum Rand, nicht auf die ausgeschenkte Getränkemenge.
- Krone einrechnen: Bei Cappuccino oder Latte mit Milchschaum brauchen Sie Reserve, sonst läuft das Getränk über den Deckel.
- Test vor der Serie: Getränkemenge plus Krone plus Sicherheitsabstand am realen Becher prüfen.
Bundware, Mindestmengen und Kosten
Lieferung als Bundware im Karton
- Bundware: Becher kommen gestapelt in Bündeln, mehrere Bündel pro Karton — das erleichtert Lagerung und Theke.
- Volumen statt Gewicht: Becher sind Leichtgewichte mit großem Volumen; die Fracht folgt dem Volumengewicht, nicht der Kilozahl.
- Umverpackung: Karton und Beutel sind selbst Verpackung und in der Mengenrechnung mitzuführen.
Mindestmengen beim Direktimport
- Richtwert: Die Arbeits-Mindestmenge liegt bei ca. 1.200 Stück, produktabhängig; sie schwankt mit Format, Wandaufbau und Bedruckung.
- Bündeln: Wer Becher und Deckel beim selben Hersteller ordert, erreicht die Mindestmenge schneller.
- Muster und Zahlung: Ein kostenloses Muster vor der verbindlichen Bestellung ist üblich, ebenso maximal 50 % Anzahlung mit Restzahlung bei Lieferung.
Kosten pro 1.000 Becher inklusive Fracht
- Kennzahl bilden: Stückpreis, Karton, Palette, Fracht, Zoll und Entsorgungsbeteiligung zu einem Preis pro 1.000 Becher zusammenrechnen.
- Staffel verhandeln: Ab der Mindestmenge sinkt der Stückpreis meist — die Staffel gehört in die Anfrage.
- All-in: Bei DEFELLAS ist der genannte Preis der vollständige Preis — Kalkulation, Zoll, Fracht und Lieferung inklusive, ohne versteckte Aufschläge. Wie der Ablauf dahinter aussieht, zeigt die Prozessübersicht.
Pflichten nach der Verpackungsverordnung
- Rahmen: Die Verpackungsabfall-Richtlinie 94/62/EG bildet weiterhin den Rahmen für Sammlung und Verwertung von Verpackungsabfällen in der EU [3].
- Inverkehrbringer: Wer Einwegverpackungen in Verkehr bringt, beteiligt sich in der Regel an einem Rücknahmesystem — prüfen Sie das je Zielmarkt vor der Bestellung.
- Nachweise: Materialangaben und Konformitätserklärung zur Beschichtung gehören in die Artikelakte [2].
So gehen Sie vor
- Ausschankprofil klären: Heiß- oder Kaltgetränke, Verzehrfenster und Anteil mit Schaumkrone.
- Wandaufbau festlegen: einfach, doppelwandig oder geriffelt — inklusive Hülsenbedarf.
- Beschichtung entscheiden: PE oder PLA; bei PLA Zertifikat und Entsorgungsweg prüfen [2].
- Format und Deckel definieren: Becher und Deckel mit gemeinsamer Artikelnummer führen.
- Mengen und Staffel abfragen: Mindestmenge ca. 1.200 Stück, produktabhängig, plus Staffelpreise.
- Muster anfordern: kostenloses Muster vor der verbindlichen Bestellung.
- Pflichten prüfen: Rücknahmesystem im Zielmarkt und Nachweise zur Beschichtung [3].
- Preis pro 1.000 Becher rechnen: inklusive Fracht, Zoll und Entsorgungsbeteiligung.
DEFELLAS ist Österreichs führende China-Sourcing Agentur und begleitet Ausschankbetriebe und Händler als österreichischer Vertragspartner mit Zahlung auf ein österreichisches Konto; direkter Kontakt nach China ist nicht nötig. Mehr zur Sortimentsplanung im Ausschank finden Sie unter Lösungen für Gastronomie, weitere Beiträge zu Verpackungsthemen im Blog. Wenn Sie Becher, Deckel und Hülsen in einem Zug kalkulieren lassen wollen, sprechen Sie uns über die Kontaktseite an.


